NFTs einfach erklärt. Blockchain & Infos für Dummies

NFTs für Dummies, einfach erklärt. Infos zu Blockchain & Non-Fungible Tokens

Was sind NFTs, was bringen sie?

NFT steht für “Non-Fungible-Token”

Laut Wikipedia: “Ein Non-Fungible Token ist ein nicht ersetzbares digital geschütztes Objekt. Es beruht auf Informationsblöcken, welche wie die Glieder einer Kette aneinandergereiht sind. Jeder dieser Blöcke enthält gewisse Daten über das Objekt sowie den eigenen Hashwert und den des vorherigen Blocks.

Klingt zunächst kompliziert, die zugrunde liegende Blockchain-Technologie ist es auch. Doch sie dient einem einfachen Zweck: der automatisierten Verifizierung von Daten. Wie das genau funktioniert und welche unglaublichen Möglichkeiten damit im Folgeschluss wahr werden, möchten wir in diesem Beitrag beleuchten.

Was ist NFT Kunst? Für Dummies..

Die sog. NFTs werden derzeit vor allem für digitale Kunst und Bilddateien (z.B. jpgs) verwendet. Das bedeutet, das grob gesagt Bilddaten mittels des sog. Minting-Prozesses (quasi die Erstellung) in die entsprechende Blockchain (z.B. die Blockchain von Bitcoin, Ethereum, Cardano, …) geschrieben werden. Für Zahlungen bzw. Transaktionen werden die jeweiligen Cryptowährungen verwendet.

Warum sind NFTs einzigartig? Blockchain Technologie

Die Blockchain Technologie sorgt einfach erklärt für die Eindeutigkeit einer Information, das bedeutet das jeder Prozess in der Blockchain-Datei protokolliert wird. Jede Transaktion verschiedener Wallets, jeder Trade und alle damit verbundenen Daten bzw. eindeutige Informationen über die Prozesse werden in die Datei geschrieben.

Tipp: Was viele nicht wissen, die Blockchain ist eine riesige Datei. Die Dateigröße der Bitcoin Blockchain liegt mittlerweile bei mehreren 100GB (knapp 400 Gigabyte Stand 13.01.2022). Bei einer eigenen Wallet auf dem Rechner muss die Blockchain heruntergeladen werden. Bei Drittanbietern wie z.B. Binance oder Coinbase verfügt man lediglich über eine Wallet beim jeweiligen Unternehmen(oft als Plug-In implementiert im Internetbrowser). Für diese zahlt man eine geringfügige Gebühr.

Dezentralisierung, Dezentrales Prinzip & Vorteile

Die Blockchain Datei liegt auf 1000en, wenn nicht 100.000en Systemen von Nutzern und wird mit jeder Interaktion auf allen Nodes (Knotenpunkt des Netzwerks, auch der eigene Computer) aktualisiert bzw. synchronisiert. Dieses Prinzip birgt in sich eine sehr hohe Fälschungssicherheit.

Collectibles, Sammelkarten & Swap-Technik

Das gängigste Prinzip um NFTs zu erstellen ist auf programmatische Weise. Oft findet man Kollektionen mit bis zu 10.000 oder mehr Motiven. Der Trick besteht darin, mehrere Attribute auf z.B. einen gezeichneten Charakter zu legen. Rechnet man nun die Kombinationsmöglichkeiten der vers. Assecoires hoch, entsteht eine Vielzahl an “einzigartigen” Motiven.

Ein Beispiel: Ein Affengesicht (wie die des berühmten Yacht Clubs) bekommt 10 Frisuren, 10 Brillen, 10 Anzüge und 10 Münder. Daraus entstehen 10x10x10x10 = 10.000 Kombinationsmöglichkeiten an Motiven. Diese werden mittels IT-Technik erstellt und dann angeboten. Die unterschiedlichen Attribute haben meist verschiedene Rarities, also Seltenheiten. Je nach Kombination ist ein Motiv oder eine Sammelkarte also mehr oder weniger wert. Die Metadaten der jeweiligen Datei beinhalten die entsprechenden Informationen.

Auf diese Weise entstehen riesige Sammlungen und Kollektionen, um die sich der derzeitige Hype aufgebaut hat.

Warum sind NFTs so teuer?

Das hat in unseren Augen drei Hauptgründe und ist sicherlich noch differenzierter zu betrachten.

  1. Der Hype um die absolute Neuheit der Technologie.
  2. Der hohe Stromaufwand, der bis zum neuen “Proof-of-Stake”-Verfahren für das Minten benötigt wurde.
  3. Die technologische Komplexität, die zunächst mit der Erstellung verbunden ist.

Ob die Preise gerechtfertigt sind, muss jeder für sich entscheiden. Trotzdem ist die Aussage “NFTs sind teuer” auch nicht ganz richtig. Der Markt ist extrem volatil, manche Projekte werden gehyped, weil ein großer Star oder Künstler dahinter steht. Andere Projekte stellen sich als Flop heraus und betroffene Preise sind dann auch gerne mal innerhalb eines Tages gegen 0 gefallen. In jedem Fall sollte man sich vorher fragen, welche Ziele und Bedürfnisse mit der Nutzung wirklich verfolgt werden und welche Risiken man dafür bereit ist, einzugehen.

Wie kaufe oder verkaufe ich NFTs? NFTs handeln

Genauso wie mit vielen anderen (Crypto-)Handelsgütern gibt es für NFTs verschiedene Märkte und Börsen, auf denen NFTs veräußert und gehandelt werden. Zwar funktionieren viele Blockchain-Prozesse auf den gleichen Prinzipien, doch folgt jeder Anbieter und jedes Netzwerk seinen eigenen Regeln. Das gleiche gilt für die NFT-Portale. Manche Anbieter bieten JEDEM die Möglichkeit NFTs hochzuladen und zu minten, andere suchen verifizierte Künstler, die ein Exklusivrecht zur Veröffentlichung ihrer Kunst bekommen.

Zu bekannten und beliebten Anbietern und Marktplätzen gehören je nach Coin z.B. OpenSea (Ethereum), SolSea (Solana), CNFT (Cardano) und viele weitere. Die Technologie wird außerdem zunehmend für Games, Skins, Charaktere und sonstige Features verwendet.

Celebrities & NFT Collections

Der Hype, der das letzte Jahr ausgelöst wurde hat dafür gesorgt, das derzeit unzählige Künstler, Celebrities und Stars ihre NFT Kollektionen auf den Markt bringen. Dazu gehören z.B. Snoop Dogg, Naomi Osaka, Jay-Z, Method Man, Doja Cat, Stephen Curry, Lindsey Lohan, Quentin Tarantino, Grimes, Eminem, Jack Dorsey, Kings of Leon und viele viele mehr.

Wie erstelle ich NFTs? Was bedeutet Minten?

NFTs werden gemintet. So nennt man den Vorgang zur Implementiernug der jeweiligen Daten in der Blockchain. So einfach wie das klingt, ist es allerdings nicht sondern erfordert fortgeschrittene IT-Kenntnisse. Allerdings gibt es immer mehr Anbieter, die den Minting Prozess automatisiert und auf ihrer Website implementiert haben. Natürlich ist das nicht ganz kostenlos.

Minting-Gebühren

In quasi jedem Fall werden Gebühren erhoben, sogenannte Gas Fees. Diese bieten den Plattformen einerseits ihren Verdienst, andererseits bieten sie einen Leistungsausgleich für die benötigte Energie und den Strom des technischen Vorgangs.

Die für lange Zeit größte Plattform OpenSea auf Ethereum muss sich mittlerweile mit vielen Konkurrenten anderer Blockchains den NFT-Markt teilen. Der Grund dafür sind sehr hohe Gas Fees auf Ethereum, die bei neueren Coins und Blockchain-Systemen viel geringer sind.

Wo werden NFTs gespeichert?

Bereits beim Erstellungsprozess wird eine Ziel-Adresse angegeben, an die das NFT gesendet wird. Ansonsten wird bei einem Erwerb das entsprechende NFT an die eigene Wallet gesendet. Die Wallet kann in verschiednen Formen vorliegen, entweder als Ledger, als “Programm” auf dem Rechner oder mittels eines externen Online-Portals.

Warum sind NFTs schlecht?

Viele fragen: Warum sind NFTs umweltschädlich? Das hängt wie oben beschrieben mit den großen Datenmengen, den umfangreichen Rechenprozessen und dem damit verbundennen Stromverbrauch zusammen.

Die Antwort auf diesen Konflikt ist das neu entwickelte Proof-of-Stake Verfahren. Dabei wird das Prinzip des Verifizierungsprozesses grundlegend geändert. Die Folge ist ein viel geringerer Energieaufwand. Wie das nun genau funktioniert möchten wir in einem anderen Beitrag thematisieren.

Sind NFTs die Zukunft?

Ein Sprichwort sagt: Hätte man die Menschen vor Erfindung der Autos gefragt, in was sie investieren sollen, hätten sie geantwortet: “Schnellere Pferde.” Auf der anderen Seite haben wir nach großen Erfolgen des letzten Jahrhunderts auch gemerkt, das sich manche Innovationen wie z.B. Atomkraft für die Zukunft nicht bewähren.

Das Fazit des Autors: Die Technik, die mit der Blockchain realisiert wird und das Potential, das NFTs birgen ist immens. Das Prinzip wird stetig verbessert und befindet sich gerade erst in der Gründungsphase. Mensch solle sich nur mal vorstellen, welche Prozesse in unserem Alltag der eindeutigen Verifizierung von Daten bedarf und wie viele Behörden beispielsweise für diese rechtliche Notwendigkeit benötigt werden. Ein automatisiertes System ist angeblich sogar weniger fehlbar als die Arbeit vieler Menschen. Weniger Korruption gäbe es auch, aber vielleicht auch neue Risiken?

Was haltet ihr von Blockchain, Cryptowährungen und NFTs? Besitzt ihr welche? Erzählt uns eure Meinung und eure positiven oder negativen Erfahrungen mit Trading und NFTs.

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